„Zusammenhalt ist extrem wichtig“

Jan Ole Eichmeyer spielt bis auf einen kurzen Abstecher in der A-Jugend von Georgsmarienhütte schon immer in Rulle. Im Interview spricht er über die Erfahrungen der letzten Jahre und was ihn abseits des Fußballplatzes beschäftigt.

7 Punkte aus vier Partien, wie bewertest du die ersten Spiele?

Eichmeyer: Nach dem Umbruch im Sommer durchaus positiv. Mit den ersten Spielen haben wir ein gutes Fundament geschaffen, auf dem sich aufbauen lässt. Dennoch liegt in einigen Bereichen noch viel Arbeit vor uns. Ziel ist und bleibt, möglichst früh nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu haben, das sind die Lehren aus der vergangenen Saison.

Du bist eigentlich auf der „6“ beheimatet, nun ackerst du wieder einmal auf der linken Seite. Kommt der Trainer nicht an dir vorbei?

Eichmeyer: Das scheint der Fall zu sein! Spaß bei Seite, die unterschiedlichen Positionen begleiten mich dann doch schon etwas länger. Auch vor dieser Saison habe ich darüber offen mit unserem Trainerteam gesprochen. Am Ende versuche ich, einfach Spaß zu haben und Leistung zu bringen, egal auf welcher Position.

Du warst schon letzte Saison im Mannschaftsrat, seit dieser Spielzeit bist du 2. Kapitän, wie interpretierst du diese Rolle?

Eichmeyer: Nach dem Aufstieg unter Wösti und Marko (Michael Wöstmann/Marko Niemeyer) haben wir mit Ausnahme der vergangenen Saison durchweg ordentliche Platzierungen in der Bezirksliga vorweisen können. Damit das so bleibt und wir weiter erfolgreich spielen, ist abgesehen von der sportlichen Leistung der Spaß, Zusammenhalt und eine gute Stimmung in der Mannschaft extrem wichtig. Da sind wir als Kapitäne und Mannschaftsrat mit in der Verantwortung und versuchen, das bestmöglich vorzuleben.

Mit 28 Jahren gehörst du schon zu den erfahreneren Spielern, was hast du in all den Jahren gelernt?

Eichmeyer: Gerade die vergangene Saison war im Nachhinein sehr lehrreich. Eine solche Spielzeit hatten wir sportlich auch noch nicht. Dann klingt es zwar etwas abgedroschen, aber mit den Jahren gewinnt man dann doch an Erfahrung und kann viele Situationen bzw. Spiele und Ergebnisse besser einordnen. Die wichtigste Erkenntnis ist für mich, dass die Stimmung im Team sowie das Beisammen sein nach Trainingseinheiten und Spielen extrem wichtig für den Teamspirit sind. Das ist der Grundstein, um erfolgreich zu sein oder aber auch schwierige Situationen meistern zu können.

Du lebst Fußball eigentlich mit jeder Faser, gibt’s auch ein Leben abseits des Fußballplatzes? Was bringt dich runter?

Eichmeyer: Da ich mich aktuell nebenberuflich auch noch weiterbilde, ist der Fußball eher der Ausgleich zum beruflichen Alltag. Ansonsten ist es schön, im Kreise von Familie oder Freunden auch mal auf andere Gedanken zu kommen. Da ich auch noch bei den Pfadfindern aktiv bin, wird es abseits vom Fußball nicht langweilig.