Ein Spiel für die Zuschauer

Unterhaltsames Spiel gegen Bad Laer unter Flutlicht endet 2:2.

Die NOZ sprach von „einem der besten Bezirksliga-Spiele des Kalenderjahres“. Das große Happy End für die Erste-Herren-Fußballer des TuS Eintracht Rulle allerdings aus. Am Ende stand ein leistungsgerechtes 2:2 gegen den SV Bad Laer.

Auf dem kleinen Kunstrasenplatz am Donnerstagabend entwickelte sich von Anfang an eine turbulente Partie, in der Startelf-Rückkehrer Jan Eichmeyer nach zwei Minuten bereits die Führung hätte erzielen können, doch er traf den Ball nach der Flanke von Yamino Böhme nicht. Tilo Kopps Schuss zehn Minuten später geblockt, im Gegenzug bewahrte Leon Siebrands seine Elf vor dem Rückstand als er im Eins-gegen-Eins gegen Vito Obermeyer. Einen weiteren gefährlichen Schuss musste er in der 22. Minute parieren. Wiederum nur wenig später knallte Robin Schüttpelz den Ball an die Latte und verpasste damit knapp die TuS-Führung, die bei einer Freistoßflanke von Steffen Lackmann zuvor ebenso hätte fallen können. Bis zur Pause sollten tatsächlich keine Treffer fallen, auch wenn Kopp, Schüttpelz und Simon Schulte weitere Hochkaräter hatten.

Rulle beweist Moral – und kassiert doch den späten Nackenschlag

Wer dachte, in der zweiten Halbzeit würde es ein wenig ruhiger zugehen, der sollte sich irren. Die erste Chance hatten die Gastgeber, doch der am zweiten Pfosten freistehende Vito Obermeyer setzte den Ball deutlich drüber. Nach feiner Aktion und Doppelpass scheiterte dann Schüttpelz erneut an Torwart Marvin Klaer, Jan Eichmeyers Schuss aus 20 Metern flog knapp am Gehäuse vorbei. Es blieb ein wildes Spiel, in dem Rulle sich nun zu viele Abspielfehler leistete und Bad Laer somit etwas mehr Druck entwickeln konnte. Doch sowohl Siebrand als auch der Pfosten verhinderten den Rückstand, der in der 68. Minute dann aber doch folgte. Nach einer schnellen Umschaltaktion scheiterte Tom Debertshäuser zunächst am Pfosten, doch den Nachschuss schloss Jannik Tepe zur Führung für Bad Laer ab.

Doch es zeichnet den TuS derzeit aus, sich nicht so einfach geschlagen zu geben – aber auch zu viele Chancen zu brauchen. Böhme verpasste den schnellen Ausgleich (75.). Doch man blieb dran. Der spielfreudige Kord Langemeyer provozierte mit seiner Hereingabe ein Bad Laerer Handspiel. Den fälligen Strafstoß verwandelte Tilo Kopp sicher (80.). Und zwei Minuten später war das Spiel gedreht. Der bis dato starke, aber glücklose Robin Schüttpelz vollstreckte eine Flanke von Joel Rehme gekonnt per Direktabnahme. Doch die Pointe dieses aberwirtzigen Spiels sollte Bad Laer liefern. Nachdem eine Flanke zunächst aus der Gefahrenzone geklärt werden konnte, landete der zweite Versuch bei Tom Debertshäuser, der mit dem Rücken zum Tor nur die Möglichkeit des Fallrückziehers zu sehen schien und genau so das 2:2-Endergebnis erzielte (90.).

Am Ende stand ein Unentschieden, dass sich aufgrund des späten Treffers wie eine Niederlage anfühlt für die Eintracht. Dennoch hat die Mannschaft eine große Moral bewiesen und zu jeder Zeit mit viel Einsatz geglänzt gegen einen Gegner, der ebenso seine Qualitäten hat. Nach den anderen Spielen vom Wochenende bleibt die Eintracht weiter auf Platz vier in einer überaus engen Tabellenkonstellation. Nun gilt die Vorbereitung auf das anstehende Spiel gegen den TSV Wallenhorst am Sonntag, 8.11., 15 Uhr, im Stavermann Sportpark in Rulle.

Aufstellung gegen Bad Laer: Siebrands – J. Rehme – Miletic, Schulte, B. Foerster – Böhme, Lackmann (73. Ludwig), Eichmeyer, Kopp (87. E. Foerster) – Ko. Langemeyer, Schüttpelz (90. Espel)